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Gehörschutz – Mehr als nur ein optionales Zubehör

Gehörschutz - Mehr als nur ein optionales ZubehörEin Gehörschutz ist vor allem bei lauten Umgebungsgeräuschen empfehlenswert. Insbesondere im Beruf ist ein Gehörschutz ab einer Lärmbelastung von 85 Dezibel sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Aber auch im privaten Bereich macht es vielfach Sinn, einen Gehörschutz zu nutzen. Vor allem bei Gartenarbeiten mit Kettensägen, Laubsaugern, Rasenmäher oder Hochdruckreiniger ist der Gehörschutz sinnvoll.

Heute möchten wir Ihnen zeigen, welche Arten von Gehörschutz es überhaupt gibt und was man beim Kauf eines solchen Schutzes beachten sollte.

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Gehörschutz – drei grundlegende Arten am Markt

Den Gehörschutz gibt es in drei grundlegenden Varianten. Das sind die klassischen Ohrstöpsel, der Kapselgehörschutz und die Otoplastiken. Die Ohrstöpsel sind die wahrscheinlich bekannteste Art für den Gehörschutz. Sie werden oft über Nacht verwendet, um ungestört schlafen zu können. Auch Schichtarbeiter setzen auf die Ohrstöpsel, wenn sie tagsüber schlafen müssen, um nachts zu arbeiten.

Der Kapselgehörschutz ähnelt vom Aussehen her einem klassischen Kopfhörer. Vor allem bei hohen Lärmbelastungen ist er empfehlenswert. Die Schale besteht aus Hartkunststoff und ist mit einem schalldämmenden, polsternden Schaumstoff an den Berührungsstellen ausgestattet. Moderne Modelle können den Gehörschutz dem Lärmpegel anpassen. Dafür sind sie häufig mit einem Mikrofon ausgestattet, welches die Umgebungsgeräusche aufzeichnet und deren Intensität misst.

Die Otoplastiken sind eine Sonderform des Gehörschutzes, die vom Hörgeräteakustiker speziell an die einzelne Person angepasst werden. Dafür muss ein Abdruck vom äußeren Gehörgang und einem Teil der Ohrmuscheln genommen werden. Anhand dieses Abdrucks wird ein Maßohrstück angefertigt, das aus Acryl, Silikon oder Fotoplast besteht. Dieser Schutz passt sich ideal ans Ohr an und kann bei Bedarf mit akustischen Filtern versehen werden. Allerdings ist der Preis recht hoch, sodass die Otoplastiken in der Praxis nur wenig verbreitet sind.

Worauf sollte man beim Kauf des Gehörschutzes achten?

Wer sich für den Kauf eines Gehörschutzes interessiert, sollte einige Punkte beachten. Sicher spielt der Preis eine wichtige Rolle. Da dieser aber selbst beim Kapselgehörschutz kaum die 30 Euro überschreitet, sollte er nicht das maßgebliche Kriterium darstellen. Entscheidender ist ein guter Sitz auf dem Ohr. Beim Kapselgehörschutz, der bei Arbeiten mit Laubsauger, Kettensäge und Co. oft eingesetzt wird, muss die Größe berücksichtigt werden. Er bietet nur dann einen wirklichen Gehörschutz, wenn er fest auf den Ohren sitzt, nicht wackelt oder verrutscht. Dennoch darf sich kein zu starkes Druckgefühl beim Tragen entwickeln, da dies vor allem bei längerem Tragen zu Kopfschmerzen führen kann.

Ebenfalls sollte das Material beim Kauf berücksichtigt werden. Je nach Material ergeben sich nicht nur unterschiedliche Geräuschdämmungen, sondern wird auch der Tragekomfort davon beeinflusst. Bei Ohrstöpseln aus Kunststoff wird eine gute Dämpfungswirkung geboten, sie lassen sich bequem tragen, allerdings bedarf es für das Einführen etwas Übung. Anders bei Ohrstöpseln aus Wachs. Diese lassen sich mit den Fingern formen und der eigenen Ohrform anpassen. Ohrstöpsel aus Silikon lassen sich ebenfalls angenehm tragen und gelten als langlebig, sodass sie mehrfach verwendet werden können.

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Der SNR-Wert beim Gehörschutz

Angegeben wird beim Gehörschutz außerdem der SNR-Wert. Dieser sagt aus, um wie viel Dezibel die Umgebungslautstärke durch Tragen des Gehörschutzes reduziert wird. Als Faustregel gilt: Je höher der SNR-Wert, desto höher die Geräuschdämpfung.

Zusätzlich finden sich oft Angaben zum Dämmwert. Dieser gibt an, welche Frequenzbereiche wie stark gedämpft werden. Für Arbeiten mit Maschinen, Kettensägen und Co. empfiehlt sich ein Gehörschutz, der möglichst hochfrequente Geräusche gut filtern kann.